Ein Iraner begegnet Christus

Entnommen von www.ead.de


Ich komme aus Persien, aus einer sehr religiösen islamischen Familie. Trotz aller Frömmigkeit fand ich als Muslim keinen Frieden. Ich suchte Gott und wollte Ihn in meinem Leben erfahren. Mir fehlte jedoch jegliche Erkenntnis über Ihn.

1980 kam ich zum Studium nach Deutschland. Anfang 1984 lernte ich Christen kennen, die mich zu ihrem Gottesdienst einluden. Ich fand diesen Gottesdienst interessant. Die Christen sangen für Gott und weinten nicht, wie es bei schiitischen Muslimen üblich ist. Einige berichteten während des Gottesdienstes, wie sie Gottes Liebe und Seine Macht in ihrem Leben erfahren hatten. Über die Predigt habe ich mich allerdings geärgert. Es ging um Johannes 14,6, die Stelle, an der Jesus Christus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich!" Nach der Predigt ging ich zum Pastor und sagte ihm, daß ich überzeugter Muslim sei. In meinen Augen sei das Christentum eine Religion wie jede andere, aber der Islam sei die beste und vollkommenste Religion. Der Pastor lud mich daraufhin zum Gespräch ein.

Ich schrieb meinem Vater, daß er mir islamische Literatur schicken sollte, weil ich den Christen zeigen wollte, wo die Wahrheit liegt. Von der Gemeinde bekam ich eine Bibel in meiner Muttersprache. Ich begann, darin zu lesen und sie mit meinen muslimischen Schriften zu vergleichen. Ich nahm auch das Leben der Christen in dieser Gemeinde unter die Lupe und mußte feststellen, daß es den Aussagen der Bibel entsprach. Aufgrund der Gespräche, die sich über viereinhalb Monate erstreckten, brach in mir ein großer Kampf aus.

Ich wollte meinen Glauben nicht aufgeben und erklärte den Christen, daß ich in meiner Verfassung nichts mehr von den Muslimen über den Islam, aber auch nichts von den Christen über das Christentum hören wollte. Ich meinte, wenn Gott, wie die Christen es mir bezeugt hatten, selbst zu Menschen geredet hat und noch redet, dann müßte Er sich auch mir offenbaren. Er müßte selbst sagen, was die Wahrheit ist und welche Wahrheit wirklich von Ihm kommt und zu Ihm führt. In der Hoffnung, daß Gott mit mir reden würde, habe ich und die Christen dieser Gemeinde alles in Seine Hände gelegt.

Drei Wochen später wurde ich um die Mittagszeit krank. Ich komnte nur sehr schwer atmen. Abends um 19 Uhr ging ich zu Bett. Ich lage jedoch bis 4 Uhr morgens wach. Dann hörte ich plötzlich eine Stimme in mir, die mir sagte, ich solle zu Jesus beten und Ihn um Heilung bitten. Ich betete, daß Gott mich heilen möge und daß ich um 8 Uhr morgens ohne Schmerzen aufstehen könne. Genau um 8 Uhr stand ich auf und war von der Krankheit befreit. Dennoch wollte ich noch nicht glauben. Das war sicher ein Zufall! Als ich mir das selbst so erklärte, hörte ich im wieder dieselbe Stimme: Ich solle darauf achten, was ich in meinem Herzen empfände. Ich spürte einen tiefen Frieden und große Freude. Gleich danach begann ich, im Johannesevangelium zu lesen. Dieses Mal hatte das Buch für mich eine ganz neue Bedeutung. Ich wußte auf einmal, daß alles wahr ist, was ich las und daß Jesus, Sohn des allmächtigen Gottes, allein der Herr und Erretter ist. Das hatte ich bis zum gestrigen Tag noch abgelehnt und dagegen angekämpft. Er hatte nun auch mir in Seiner Allmacht Seine ganze Liebe gezeigt, mit der Er auch für mich wegen meiner Sünde am Kreuz gestorben ist. Am gleichen Tag noch habe ich mich für Jesus entschieden, Ihn in mein Herz eingeladen und ein neues Leben mit Ihm angefangen.

Durch meine Bekehrung habe ich mit meiner Familie Schwierigkeiten bekommen. Am Anfang konnte ich meinen Eltern nicht erzählen, daß ich Christ geworden war. Durch meine Bekehrung habe meine Familie verloren. Aber Gott hat mir durch Seine Liebe und Fürsorge gegeben, was mir meine eigene Familie so nicht geben kann. Ein Jahr später wurde ich in einem See getauft.


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